Wenn es um Fitness geht, sind wir alle so darauf fokussiert, uns von unseren Problemzonen zu verabschieden, dass wir uns selten darüber Gedanken machen, was genau eigentlich in unserem Körper passiert, wenn wir trainieren. Lösen sich unsere Fettpolster einfach in Luft auf? Und wie sind sie überhaupt erst entstanden? Bis vor Kurzem konnten Gesundheitswissenschaftler keine […]

Wenn es um Fitness geht, sind wir alle so darauf fokussiert, uns von unseren Problemzonen zu verabschieden, dass wir uns selten darüber Gedanken machen, was genau eigentlich in unserem Körper passiert, wenn wir trainieren. Lösen sich unsere Fettpolster einfach in Luft auf? Und wie sind sie überhaupt erst entstanden?

Bis vor Kurzem konnten Gesundheitswissenschaftler keine klaren Antworten auf diese Fragen geben. Stattdessen kursierten die verschiedensten Ideen und Theorien, einschließlich des bekannten Mythos, dass Fett beim Sport in Energie ‚konvertiert‘ wird oder sich auf magische Weise in Muskeln umwandelt – beides unmöglich.

Diese Mythen klingen absurd? Die Wahrheit ist noch seltsamer.

Einer bahnbrechenden Studie des British Medical Journals zufolge, verschwindet unser Fett beim Sport in der Luft. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass etwa 84% unserer Fettmoleküle als Kohlendioxid ausgeatmet werden, während weitere 16% unseren Körper als Wasser verlassen (zum Beispiel in Form von Schweiß oder Tränen).

Die Wissenschaft klärt uns auf. Obwohl die Realität vielleicht noch verrückter klingt, als einige der allseits bekannten Theorien über den Fettabbau, machen die Ergebnisse der Studie absolut Sinn, wenn man bedenkt, wie unser Körper Nahrung verdaut. Was auch immer wir essen, wird von unseren Organen und unserer Blutbahn absorbiert (mit Ausnahme von Ballaststoffen, die direkt in den Dickdarm fließen) – es ist also nur logisch, dass die Nahrung, wenn sie erst einmal absorbiert ist und durch unsere Venen fließt, nirgendwo hingeht bis sie verdampft.

Wie können wir dieses Wissen zu unserem Vorteil nutzen?

Durch Atmen allein werden wir unser Fett nicht los. Wenn du versuchst, deine Atmung zu verändern, wird dir höchstens schwindlig, oder du fällst in Ohnmacht – beides keine guten Voraussetzungen für ein gutes Workout.

Stattdessen musst du dich bewegen und deine Stoffwechselrate erhöhen. Schauen wir uns die Statistiken an: Laut der Fachzeitschrift The Conversation, verbraucht das Umwandeln von 100 g Fett 290 g Sauerstoff  und produziert 280 g Kohlendioxid und 110 g Wasser. In anderen Worten, um 100 g Fett zu verlieren, musst du 280 g Kohlendioxid ausatmen. Um abzunehmen musst du daher Sport treiben und deinen Stoffwechsel stimulieren (das wussten wir zwar auch schon vorher, aber jetzt wissen wir auch wieso).

Cardio Training ist die effektivste Methode, um abzunehmen. Beim Wandern, Radfahren, Schwimmen oder Joggen wird nicht nur dein Stoffwechsel beschleunigt, sondern auch deine Atmung vertieft – und du atmest die unliebsamen Fettzellen einfach aus.

Davon abgesehen, sind alle funktionellen körperlichen Aktivitäten (von leicht bis intensiv) eine gute Unterstützung beim Abnehmen. Dem Handbuch körperlicher Aktivität zufolge,  erhöht sich der Stoffwechsel beim bergauf Fahrrad fahren um das 14-fache und beim Joggen um das 6-fache. Aber auch alltägliche Hausarbeiten, wie zum Beispiel staubsaugen, Geschirr spülen oder das Bett machen, können unsere Stoffwechselrate verdreifachen.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Abnehmen? Bewegung. Egal was du machst, wie fit du bist, oder wie viel Zeit du hast – bleibe aktiv. Bewegung jeglicher Art stimuliert deinen Stoffwechsel, beansprucht deine Muskeln und vertieft deine Atmung. So unglaubwürdig es auch klingen mag, dass wir unser Fett einfach ausatmen, die Wissenschaft hat es bewiesen.